Epilog zum Johannesevangelium
Wenn eine Jungfrau schwanger wird - demzufolge also vorehelichen Geschlechtsverkehr hatte -, so ist das meist für alle Beteiligten eine Katastrophe. Was selbst heute noch zu zerstörerischen Verwerfungen in Familie und sozialem Umfeld führen kann (vor allem in moslemischen, israelitischen und hinduistischen Sozialstrukturen) führte damals meist zum Weltuntergang - und zwar für die Jungfrau, aber auch für die Familien selbst.
Wenn eine solche (schwangere) Jungfrau damals vermeldet hätte, dass nicht ein geiler Jungmann sondern der Geist (oder Engel) Gottes verantwortlich sei für das peinliche Malheur - man hätte ihr zusätzlich zur Steinigung noch ein zwei andere Todesarten aufgebrummt; denn Gotteslästerung war schlimmer als vorehelicher Geschlechtsverkehr und daher ....
Der gute Matthäus (und erst recht der märchenhafte Lucas) sind zeitlich weit genug von der nazarenischen Maria entfernt um es wagen zu können solch' himmelschreienden und gotteslästerlichen Blödsinn als Introitus zu ihren legendären Messiasproklamationen unter die Leut' zu bringen.
Wers glaubt wird blöd meschugge oder beides - und so kams dann ja auch.
Zusätzlich jedoch ist Lucas geistig anscheinend so unbedarft, dass er verrät, dass Maria zur Zeit ihrer Schwangerschaft monatelang ihre mit einem Johannes schwangere?! Cousine Elisabeth (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die von Johannes zum Stabat Mater unters Kreuz befohlene Schwester Marias) besucht und anschliessend ihre Niederkunft in der Pampa, also im Stall, durchmachen muss. Warum bloss?
Ganz einfach deshalb, weil in Nazareth niemand sehen durfte, dass sie einen dicken Bauch bekam und danach dann ein (bis zwei) Kind!
Daraus muss man ableiten, dass Jesus und sein Zwillingsbruder (Matthäus ist so frei zu verraten, dass es zwei gegeben haben muss. Der Andere wurde zunächst auf den Namen Immanuel getauft.) nicht in Nazareth als Söhne der Maria aufgewachsen sind, sondern anderswo und zwar als Söhne ihres Vaters Joseph von Arimathea. Vermutlich erhielt der eine eine ägyptische Grundausbildung und der andere wurde nach Griechenland geschickt damit was g'scheites aus ihnen werde.
Um es klar zu sagen: Jeshe aus Nazareth hatte einen leiblichen Vater, denn er war ein Mensch wie Du und ich. Dessen Name war Josef, und zwar genau der, der hinterher als Josef aus Arimathea das Theaterstück um die sogenannte Auferstehung massgeblich finanziert und inszeniert hat.
Nun wirds kompliziert, denn wer als Sohn Gottes ohne sonstiges männliches Zutun gezeugt worden sein soll konnte und durfte keinen leiblichen Vater gehabt haben. Folglich heiratet Josef (nur bei Lukas und Matthäus) die schwangere Auster und lässt sich mehr oder weniger willig das Kuckucksei unterschieben, bzw. zwei davon, bzw. bekennt sich zu seiner Verantwortung, oder was immer damals tatsächlich abgelaufen ist.
Die geplante Theologie der phantastischen 4 (Evangelisten) liess es nicht zu, dass es zum eingeborenen Sohn Gottes einen Zwilling gab. Da sind sich Lucas Matthäus und Johannes ausnahmsweise mal einig. Jedoch ist der Trickser Johannes so ausgefuchst das Verschwiegene zu offenbaren: In der geselligen Runde unter dem Kreuz lässt er Jesus zur Mutter Maria in Richtung Johannes (des Lieblingsjüngers) nickend sagen: Siehe Mutter - dies ist Dein Sohn! Jetzt braucht man nur noch wissen, das laut Markus (6:3) einer der Brüder Jesu Judas hiess - und die Pietà ist perfekt: Immanuel Judas und Johannes (der Evangelist und Apokalyptiker und Lieblingsjünger) sind Einundderselbe. Was nebenbei klarmacht, dass die besondere Liebe des Heilands zu einem seiner Jünger nichts anderes war als Bruderliebe. Echte Bruderliebe.
Weil man ja als Zwilling manches tricksen kann was Nichtzwillinge nicht tricksen können, hat der schlaue Johannes einen Hinweis hinterlassen: Da zweifelt der als Ungläubiger weltbekannte Thomas (genannt Didymus der Zwilling (Joh. 20:24)) die Aussage aller Jünger an, die den aufgestandenen Herrn mit eigenen Augen gesehen haben wollen.
Wieso?
Dasselbe wiederholt sich als er die Erscheinung selbst erfährt und sie auch reden hört.
Wieso ist ein Didymus genannter Apostel derart absurd misstrauisch?
Die Antwort: Der Zwilling vermutet (oder steht für die Möglichkeit) dass der anscheinend Aufgestandene garnicht Jesus ist (oder war), sondern ein Zwilling (gleiche Grösse gleiches Aussehen nur ohne Stigmata).
Eins der doppelten Lottchen wäre sofort auf die Idee gekommen.
Andersrum: Wenn Jesus keinen Zwilling gehabt hätte, wäre das Verhalten des Thomas derart borniert und unnachvollziehbar, dass der superintelligente Johannes nie auf die Idee gekommen wäre, diese Plattitüde der Nachwelt zu hinterlassen.
Memorandum:
Wenn man Menschen zwingt zu glauben was unglaubwürdig ist (Credo Quia Absurdum), erzeugt man geistige Anomalien und zwar individuell und kollektiv.