Irdisches Leben war herabgesunken zu einer belastenden und zermürbenden Absurdität auf unendlich tiefen Zeitabgründen in denen sich gleich Kohlenflözen der Vergangenheit grauenvolles und entsetzliches Urleben, endlich unschädlich geworden, wie unvergänglich eingraviert hatte.

Nahezu erdrückt von dieser Bürde des Gewordenseins wies es in Kleinmut, Armseligkeit und Gebrechlichkeit jene Macht und stolze Weite ab, die menschliches Leben einst auf die Erde mitgebracht hatte. Auch die stille Freude die einst Seele mit anderen Seelen anvermählt hatte und der Schlüssel zu den Flammentoren der Extase waren unbekannt geworden. Gekettet an den Fluch von Lust und Tränen wies es beständig die Gnadengaben unsterblicher Wonne ab.

Hart war es, Erdennatur zur Wandlung zu überreden, denn der Sterbliche erträgt nur schwer des Ewigen Berührung und fürchtet dessen göttlich reine Unduldsamkeit. Mit Widerreden wies er seine kummerlosen Freuden ab und stiess hasserfüllt sein Licht zurück. Vor der Wahrheit nackter Macht zittert er ebenso wie vor der Kraft und Lieblichkeit ihrer reinen Stimme. Den Höhen legte er neidvoll das Gesetz des Leidens und des Abgrunds auf, mit seinem Schmutz besudelte er die himmlischen Boten und hält den Retterhänden der Gnade die Dornen seiner gefallenen Natur entgegen.

Gottes Söhnen, die die Erdenszene mit einer Herrlichkeit von Blitzen durchzuckt hatten, tritt er mit Grausamkeit und Mordlust entgegen, entstellte deren Wirken, wandelte Gutes in Böses und verhängte Folter und Kreuz als Entgelt für die Krone die sie gaben.

Dann kam ein Feuer um der Menschen Herzen berühren. Ganz plötzlich wurde da eines Hebels Zauberkraft entdeckt, bewegt vom zeitlosen Willen des Unaussprechlichen.

Nur ein Gebet, ein Meisterakt, ein Königsgedanke vermag des Menschen Kraft mit transzendenten Mächten zu verbinden. Dann wird das Wunder zum täglichen Gesetz, dann können Taten den Lauf der Dinge ändern, dann kann ein einzigartiger Gedanke Wirklichkeit werden, dann kann ein Geschöpf der Natur zu deren König gekrönt werden und Erhabenheit offenbaren.

Göttlichkeit steht hinter dem brutalen Mechanismus irdischen Lebens und Gott erringt letztendlich den Sieg über Leid und Schmerz, und Offenbarung wird Tat, denn ein leuchtender Krieger, ausgestattet mit Vollmacht und Erwählung, sprengte die Ketten des Bewusstseins und der Zeit.