
Um ihn den Weltenwanderer strahlte ein glückverheissender Tag. Ein Glanz von irgendeinem entzückten Unendlichen hielt er in der Pracht seines goldenen Lachens die frei gewordenen Regionen des Glücks seines Herzens, berauscht vom Weine Gottes, getaucht in Licht, immerwährend göttlich.
Als Liebling und Vertrauter der Götter, gehorchend dem göttlichen Gebot zur Freude, war er der souveräne Herr seiner eigenen Wonne und Meister der Königreiche seiner Kraft. Der Seligkeit gewiss, für die alle Formen geschaffen waren, unbewegt durch Furcht und Sorge und den Schlägen des Schicksals, nicht aufgeschreckt durch das Atmen der flüchtigen Zeit und nicht bedrängt von widrigen Umständen atmete er in einer süßen sicheren und unbesorgten Leichtigkeit - frei von der Gebrechlichkeit unseres Körpers die den Tod einlädt und fern der Gefahrenzone strauchelnden Willens.
Er brauchte nicht den Puls seiner Leidenschaft zu zügeln. Durchschauert vom Griff warm befriedigter Sinne und dem jähen Wunder-Ansturm und der Flamme und dem Schrei des roten wundervollen Strömens der Lebenstriebe lebte er in einem Juwelen-Rhythmus von Gottes Lachen und lag an der Brust der allumfassenden Liebe.
Unbesorgt weidete der ungefesselte Geist der Wonne seine schimmernden Sonnen-Herden und Mond-Scharen entlang des lyrischen Laufs sorgenloser Ströme im Duft überirdischer Narzissen.
Ein Schweigen von Glückseligkeit umkleidete die Himmel.
Ein sorgenfreies Strahlen lächelte auf den Höhen und das Murmeln eines unartikulierten Entzückens zitterte in den Winden und berührte den verzauberten Boden.
Unaufhörlich in den Armen der Ekstase wiederholend den süßen unwillkürlichen Klang floss durch die Stunden ein Seufzer der Verzückung hin.
Schreitend unter einem Bogen von Glorie und Frieden, Wanderer auf Plateau und träumenden Grat - wie jemand, der im Glas des Welten-Magiers Wunderbilder von Seelen-Landschaften dahinziehen sieht - durchquerte er Szenen unsterblicher Freude und blickte in Abgründe von Schönheit und Seligkeit.
Um ihn war ein Licht bewusster Sonnen und ein nachsinnender Frohmut großer symbolischer Dinge.
Ihm zu begegnen, drängten sich Ebenen brillanter Ruhe, die Berge und violetten Täler der Seligen, die tiefen Schluchten der Freude und rauschende Wasserfälle und Wälder durchschauernder purpurner Einsamkeit.
Unter ihm lagen wie leuchtende Juwelengedanken träumend verzückt die Städte der Gandharva-Könige. Über den vibrierenden Heimlichkeiten des Raumes stahl sich süß eine zarte fröhliche Musik ein, gezupft von unsichtbaren Händen hörte er dem Herzen nahe den Harfenklang himmlischer Minnesänger vorüberziehen und Stimmen von überirdischer Melodie sangen die Glorie von ewiger Liebe in der weiß-blauen Mondscheinluft des Paradieses.
Als Gipfel und Kern all dieser wundervollen Welt standen abseits die hohen namenlosen Berge von Elysium, die wie Sonnenuntergänge in der Trance eines Abends brannten.
Gleichsam zu neuer noch unerforschter Tiefe tauchten ihre Fundamente in eine freudige Stille ein. Durch einen Schwall von Lachen und Stimmen, durchzogen vom Strömen singender Bäche, preisend den blauen Himmel mit ihrem frohen Lobgesang neigten sich ihre Hänge hinab in die Wälder schattiger Heimlichkeit.
Hochragend in das weite stimmlose Mysterium erklommen ihre Gipfel eine Größe jenseits des Lebens.
Die leuchtenden Gärten Edens der vitalen Götter empfingen ihn in ihren todlosen Harmonien.
Vollkommen waren dort alle Dinge, die in der Zeit erblühen. Schönheit war dort der Schöpfung eingeborene Form und Friede war verzückte sinnenfrohe Lauterkeit.
Dort erfüllte sich die Liebe ihre goldenen und rosaroten Träume und Stärke ihre gekrönten und mächtigen Schwärmereien.
Begierde stieg auf als eine rasche mächtige Flamme und Vergnügen hatte die Statur von Göttern.
Traum wandelte entlang den Straßen der Sterne.
Süße gewöhnliche Dinge wurden zu Wundern:
Überwältigt vom plötzlichen Bann des Geistes,
Gepackt von der Alchemie göttlicher Leidenschaft wurde das Selbst des Schmerzes bezwungen und in mächtige Freude gewandelt - heilend den Gegensatz zwischen Himmel und Hölle.
Alle hohen Visionen der Lebensmacht sind dort verkörpert, ihre wandernden Hoffnungen erfüllt, ihre goldenen Waben ergriffen von der spitzen Zunge eines Honig-Saugers, ihre brennenden Vermutungen in verzückte Wahrheiten gewandelt, ihre mächtigen Seufzer in todloser Ruhe gestillt Und ihre immensen Begehren befreit.
In diesem Paradies vollkommenen Herzens und Sinns vermochte keine niedere Note den endlosen Charme ihrer inbrünstigen und makellosen Süße zu brechen.
Nach langem Ringen der Seele in der Angst ward schließlich Ruhe und himmlische Rast gefunden und - umspült von einer magischen Flut sorgenloser Stunden - wurden die verwundeten Glieder seiner Kämpfernatur geheilt in den umfangenden Armen jener Energien die keinen Makel dulden und nicht die eigene Seligkeit scheuen.
In Szenen, unseren matten Sinnen verboten, zwischen wundervollen Düften und der Herrlichkeit der Farben begegnete er Formen, die die Sicht vergöttlichen, vernahm Musik, die das Mental unsterblich machen kann und die das Herz zur Unendlichkeit ausweitet und erlauschte die lautlosen Kadenzen, die das okkulte Ohr erwecken.
Aus unsäglicher Stille hörte er sie kommen, bebend von der Schönheit wortloser Sprache und von Gedanken, zu groß und tief um eine Stimme zu finden, Gedanken, deren Begehren das Universum neu erschafft.
Eine Leiter der Sinne, die er mit feurigen Füßen aufwärts stieg Zu Höhen eines unvorstellbaren Glücks, schmolz die Aura seines Wesens in Freudes-Glut um.
Sein Körper schimmerte wie eine himmlische Muschel. Seine Tore zur Welt wurden von den Ozeanen des Lichtes überflutet und seine Erde, versehen mit himmlischer Kompetenz, beherbergte eine Macht, die jetzt nicht mehr die geschlossene Zoll-Barriere von Mental und Fleisch zu durchqueren brauchte um Göttlichkeit in Menschlichkeit zu schmuggeln.
Sie schreckte nicht mehr zurück vor der höchsten Forderung nach einer nie ermüdenden Fähigkeit zur Seligkeit, nach Macht, die ihre eigene Unendlichkeit erforschen konnte, nach Schönheit und Leidenschaft und der Antwort aus der Tiefe noch scheute in frohe Identität zu sinken wo Glut und Fleisch sich in innerer Ekstase einen.
Aufhebend den Widerstreit zwischen Selbst und Form schöpfte sie spirituelle Macht aus Sicht und Klang, machte aus den Sinnen eine Straße, das Unfassbare zu erreichen und erschauerte von überirdischen Einflüssen die die Substanz des Lebens tieferer Seele bilden.
Die Erd-Natur stand als Gefährtin des Himmels neugeboren da.
Als würdiger Begleiter der zeitlosen Könige, den Gottheiten der lebenden Sonnen gleichgestellt, mischte er sich unter den strahlenden Zeitvertreib der Ungeborenen, hörte das Flüstern des nie gesehenen Harfenspielers und lauschte einer Stimme, die das Herz stiehlt und an die Brust von Gottes Sehnsucht zieht.
Er fühlte ihren Honig von Glückseligkeit durch seine Adern fließen wie Flüsse des Paradieses die den Körper zum Nektarkelch des Absoluten machten.
In plötzlichen Momenten enthüllender Flamme, in leidenschaftlichen Antworten, halb enthüllt, erreichte er den Rand ungekannter Ekstasen; eine höchste Berührung überraschte sein ungestümes Herz.
Die Umarmung erinnerte an den Wundervollen und Anspielungen weißer Beseligungen sprangen herab. Es nahte Ewigkeit verkleidet als Liebe und legte ihre Hand auf den Körper der Zeit.
Eine kleine Gabe kommt aus den Unermesslichkeiten, doch für das Leben ist der Freudengewinn unermesslich. Das ganze unaussprechliche Jenseits spiegelt sich dort. Ein gigantischer Tropfen der unkennbaren Seligkeit überwältigte seine Glieder und wurde rings um seine Seele zum feurigen Meer der Glückseligkeit. Er versank entzückt in süßen und brennenden Weiten.
Die fürchterliche Freude, die sterbliches Fleisch zerschmettern könnte, die Verzückung, die die Götter aushielten, ertrug er.
Ein Wogen unsterblichen Vergnügens läuterte ihn und wandelte seine Stärke in eine nie sterbende Macht.
Unsterblichkeit eroberte die Zeit und das Leben.