
Integraler Yoga steht für eine Lebensweise , in der eine ganzheitliche Lebenskraftverwirklichung angestrebt wird, welche gleichermassen das geistige wie auch das biologische Potential entwickelt und mittels geeigneter Massnahmen den Vorgang einer spirituell basierten Transformation ermöglicht.
Als geistige Massnahmen:
Transzendentale Meditation
Philosphie
Mathematik
Informatik
Naturwissenschaftlichkeit
Bildung anderer Art
Als körperbezogene Massnahmen
Yoga
Tantra
Kunst und künstlerisches Gestalten
Bioenergetik
Ein Prinzip jeglichen Yogas ist ein Set von Regeln. Ihr Sinn besteht darin, den Menschen aus chaotischer Lebensverstrickung zu befreien, ihn mit dem Transzendentalen Selbst (das Nu, das Absolute, das Es, das Nirvana, das Tao, der Liebe Gott usw.) zu verbinden und dadurch eine existenziale Verwandlung auszulösen was insgesamt eine schmerz- und leidbefreite Lebensführung bewirkt. Yoga ersetzt das sich mühen durch eine mechanische Praxis - also Routinen; denn es ist wesentlich effizienter das Lebensmuster zu verändern als das Ich, den Glauben, das Wollen, den Instinkt oder das Denken; und das was ein Lebensmuster am nachhaltigsten positiv verändert sind Mechaniken bzw. Algorithmen, die man allmählich in den Ablauf der Tage einführt und deren Unwiderstehlichkeit genau darin besteht, dass sie das Ich und seine Probleme einfach übersehen. Und genau das ist das Wunder des Yoga, dass die Probleme eines Tages schlicht verschwunden sind und – oh Wunder – das Ich immer noch da ist.
Psychologisch lässt sich das so
erklären:
Wenn man eine gewisse Zeitlang regelmässig
Transzendentale Techniken anwendet, lehrt man das Bewusstsein sich -
egal was aktuell wichtig oder attraktiv ist - immer erneut einem
völlig bedeutungslosen Gegenstand zuzuwenden. Im Buddhismus
heisst dieser Gegenstand Nirvana. Da man als Anwender
Transzendentaler
Meditation genau dassselbe tut - und zusätzlich
noch 23,3 Stunden Zeit für xbeliebige andere Themen hat -, tritt
der seltsame Effekt ein, dass diese anderen Themen in immer stärkerem
Masse durch Qualitäten des nirvanischen Selbstes intensiviert,
angereichert, erhoben - oder auch entwertet werden. Dieses
transformatorische Bewusstseinsmuster ist Erleuchtetheit - konkret
undefinierbar, da es individuell völlig unterschiedlich
inhaltlich gefüllt sein kann.
Dieses Endresultat ist durch keine Disziplin des Wollens zu erreichen.

Shri Aurobindo, der Begründer der Idee des integralen Yoga